es gibt des flügels zarter federschlag
dem letzten seufzer seine zeit

hüll ein mein ich

spinn fort die nacht

bleib ruhelos zurück im traum

und dräng doch raus in ferne welten

Schreiben beginnt mit Begreifen, nie vorher. Es ist der Moment, in dem das eigene Leben einen Grenzpunkt überschreitet. Man spürt, dass einen etwas nicht mehr so weiterleben lässt wie bisher. Und also beginnt man zu schreiben.

Weißt du noch, Sophie? Hier auf diesem Dach, mitten in dieser Stadt, haben wir unendliche Nächte verbracht. Wir haben in uns reingekichert aus purer Schadenfreude. Wir haben uns vorgestellt, wie uns unsere Eltern dort unten im Gewühl der Straßen suchen würden. Wir waren allein mit uns. Wir hätten es den Rest des Leben so allein ausgehalten.

Es gibt nur einen Job, den du als Veranstaltungsmanager verdammt gut über die Bühne bringen musst: den möglichen Worst Case verhindern. Selbst wenn du dich bei sengender Hitze nach klirrender Kälte sehnst. Oder es wieder einmal ein Tag wird, der in einem Licht endet, mit dem er morgens begann.

Wo wir sind, bestimmt unser Sein. Was wir sehen, bewegt unsere Sinne. Was wir beschreiben, berührt uns. Was wir lesen, treibt uns weiter.

Alles andere haben wir selbst in der Hand?

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© Dietmar Haiduk 2019-2020, Texte und Fotos